Zwei rasante Tage - Die LoveLetter Convention #LLC2016

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Zwei rasante Tage - Die LoveLetter Convention #LLC2016


Ich gebe zu, auch ich war einer derjenigen, die mit der Intention Colleen Hoover zu treffen, ein Ticket gekauft haben.
Skepsis wuchs, als veröffentlicht wurde, dass Colleen Hoover sich verletzt hatte. Einige beantragten die Stornierung (was leider aufgrund des kurzen Zeitabstandes nicht funktionierte), andere suchten neue Inhaber für ihre Tickets.
Ich wollte trotzdem hin! Und im Endeffekt bin ich froh über meine Entscheidung.


Doch was ist es, das die LoveLetter Convention so besonders macht?

Das ehemalige Magazin für Liebesromanleser "LoveLetter" veranstaltet seit 2012 die Convention für Leser des Genres Romantik.
Und dieses Jahr war ich mit von der Partie und sowohl als Blogger, als auch als Leser kann ich euch diese Convention ans Herz legen.
Die jährlich stattfindende Veranstaltung bietet euch, anders als andere Messen, einen viel engeren, freundschaftlicheren und persönlichen Kontakt zwischen Leser und Autor. Und genau das ist der eine wichtige Punkt, den diese Messe ausmacht.
Die  Veranstalter ermöglichen es dir durch die Programmpunkte dich mit sowohl nationalen, als auch internationalen Autoren auszutauschen.
Und genau dieser Punkt sorgt dafür, dass eine gewisse Sympathie für diese Convention entwickelt wird.

Sorgfältig gewählte und organisierte Programmpunkte sorgten dafür, dass Autor und Leser sich auf eine viel engere Art näher kommen, als das Internet es jemals ermöglichen kann.
Durch Blind Dates hatte man die Chance neue Autoren kennen zu lernen und mehr über sie und ihre Werke zu erfahren.
Meet&Greets boten dir die Möglichkeit deinen ausgewählten Autor noch näher kennen zu lernen (mehr als so manch einer vielleicht will). Fragen, die dir auf dem Herzen liegen, freuen besonders die Autoren sehr. Neue Kontakte, Erzählungen und ein freundliches Gespräch zwischen Leser und Autor sind es, die die Meet&Greets geprägt hatten.
Es war eine Freude sich mit Autoren über (heiße) Schauspieler und diverse andere (schmutzige) Dinge zu unterhalten.
Lesungen boten einen kleinen Einblick in das Buch des Autors. Aus diesem Grund war es interessant in Lesungen von bisher "fremden" Autoren zu stürmen. (Gut für dich, Schlecht für den Geldbeutel)

Durch das Get-together, welches den Bloggern die Chance bot sich mit Autoren näher auszutauschen oder neue Blogger kennen zu lernen, lernte ich genau diese kennen und tauschte mich ausgiebig mit ihnen aus.
Autoren erzählten Anekdoten aus ihren Erfahrungen mit Bloggern. Blogger erfuhren "Autorengeheimnisse" oder andere Punkte aus dem Autorenleben.
Den Autoren wurde die Chance geboten ihre Bücher den Bloggern näher zu bringen oder einfach neue Konzepte vorzustellen.
Ich durfte mir ein Exemplar von Tina Folsom mitnehmen, welches dem Leser die Chance bietet, das Buch sowohl auf deutsch, als auch auf Englisch zu lesen.



Mein Aussehen trotzt vor Bescheidenheit.
Angefangen von Estelle Maskame, die viel sympathischer war, als erwartet.
In jungen Jahren erfuhr sie Erfolg durch ihren Roman  "Dark Love - Dich darf ich nicht lieben" (engl.: "Did I mention I love you?", welcher erst diesen Monat auf deutsch durch Heyne verlegt wurde. (Meine Rezension folgt hoffentlich bald [Mit Betonung auf Hoffentlich])
Schon durch Twitter bietet Estelle ihren Lesern die Möglichkeit ihr näher zu sein.
Ich gebe zu, Estelle war die einzige internationale Autorin, dessen Aussprache ich kaum verstand.
Ihre schottische Aussprache sticht hervor, doch Estelle ist Zucker!
Mehrmals hatte ich mich bei ihr angestellt. Sei es nun für Leseproben, die Tasche oder mein Buch, das signiert werden sollte. Jedes mal der gleiche Satz: "Hi, me again". Doch Estelle war nie genervt und hat sich immer wieder gefreut.
Ich freue mich, sie hoffentlich in Zukunft erneut zu treffen und danke dem Heyne-Verlag für diese einmalige Möglichkeit.







 Einer der Highlights war Simona Ahrnstedt.
Die schwedische Autorin fand in den Neunzigern zum schreiben. Während der Blind Dates hatte man die Chance, sie näher kennen zu lernen.
Durch sie erfuhr man, dass die Romatik-Szene in Schweden kaum ausgeprägt ist. Für Autoren aus Schweden ist es üblich, historische Romane zu schreiben.
Simona erhielt zu ihrem Roman "Die Erbin" Rückmeldungen, wie "so etwas lässt sich nicht verkaufen." oder "Was ist das?"
Durch den einen Schritt, den sie gewagt hat, ist sie nun als schwedische Liebesromanautorin berühmt! (oder als "Scandinavian Queen of Romance")

Simona war erstaunlich freundlich.
Sehr offen unterhielt sie ihre Leser mit Erfahrungen aus ihrem Schreib- und Autorenleben.
Unter anderem erfuhr man, dass sie das britische Cover ihres Buches "Die Erbin" (engl.: All in) als schönstes empfand.
In den Neunzigern fing Simona an, sich für englische Bücher zu interessieren. Jedoch gab es für sie nur dieses eine Buch. Ihr war nicht bewusst, was für ein breites Spektrum an Büchern existiert.
Im Laufe der Zeit stieß sie auf genau dieses und fing an, ihre eigenen Texte zu schreiben.

Als während der Signierstunde klar war, dass kein Exemplar ihres Buches vorhanden sein würde, galt es nun als Aufgabe um 22 Uhr eine offene Buchhandlung aufzusuchen, um ihr Buch zu kaufen. (Das Glück war auf meiner Seite. Beide Bände sind nun signiert!)

Simona Ahrnstedt gehört zu den sympathischsten Autorinnen, bei denen ich das Privileg hatte, sie zu treffen.






Der Grund, weshalb die meisten Leser Aufregung gezeigt haben - Nalini Singh.
Dass der Ansturm auf die Neuseeländische Autorin so groß sein würde, haben wahrscheinlich nicht einmal die Veranstalter erwartet.


In die Lesungen, Workshops und Meet&Greets wurden jedesmal auf Neue keine weiteren Gäste zugelassen.
Obwohl die Anzahl der Besucher ins Unermessliche stieg, nahm sich Nalini die Zeit und unterschrieb jedes Buch, welches ihr zugereicht wurde. Die Autorin entschied sich, zusätzlich neben der offiziellen Signierstunde, ihre freien Stunden mit Signieren zu verbringen.  Auch Besucher mit Koffer und unzähligen Büchern bekamen ihre gewünschten Signaturen. (Wobei ich ja tiefsten Respekt gegenüber den Autoren empfinde, die so eine Geduld ausstrahlen.)
Trotz, dass nicht jedem Leser die Chance geboten werden konnte, sie näher kennen zu lernen, hat Nalini Singh eine große Freude ausgestrahlt, zum zweiten Mal an der Convention teilnehmen zu können.
Letzten Endes bin ich froh, diese Autorin getroffen zu haben und hoffe auf ein weiteres Treffen.



Hier musste ich mich entscheiden:
Ihre Augen zu oder sie schaut weg.
Eine etwas "andere" Lesung war die von Mhairi McFarlane.
Besagte Autorin gab offen zu, dass sie bisher selbst keine Lesung gehalten hatte. Stattdessen wurde die "etwas andere Lesung" zu einem "etwas anderem Meet&Greet".
Mhairi beantwortete Fragen, erzählte von sich, ihren Büchern und von ihrem Beruf als Journalistin und Autorin.
Ihre Leidenschaft zu Jane Austen prägte einige ihrer Bücher.
Sie gab offen zu, dass einige Handlungsstränge ihrer Werke tatsächlich mehr oder minder auf Wahrheiten beruhen.
Ihrer Meinung nach sind Autoren "Monster". Sie saugen jede Tat und jeden Akt aus ihrer Umgebung aus und packen ihn in den nächsten Roman. So war es auch bei McFarlane, dass sie bei einigen Freunden um Einverständnis bat, ihre "Geschichten" zu übernehmen.

Während der Signierstunde äußerte sie, dass sie meinen Namen für schön befindet. Obwohl ich ihr erzählte, dass ich ihn für weniger schön halte, prägte ihre Aussage meine Widmung.
Ich persönlich war von ihr so beeindruckt, dass ich zwei Tage darauf eine weitere Lesung in Köln besucht habe.
Tatsächlich erinnerte sie sich an mich.
Sowohl ihre Erzählungen zu ihren Romanen, ihrer Arbeit, als auch die Überzeugung, die sie empfindet, strahlen so viel Liebe aus.
Voller Überzeugung kaufte ich also alle ihre (bisher auf deutsch erschienenen) Bücher und ließ sie signieren.




Letzten Endes kann ich euch die LoveLetter Convention mit gutem Gewissen ans Herz legen. Die liebevoll organisierte Veranstaltung bietet tolle Programmpunkte, um sowohl Leser, als auch Autoren kennen zu lernen.
Neben Frankfurt und Leipzig, die beide im Normfall nicht mit der LLC in Verbindung gebracht werden können, ist diese Veranstaltung eine entspannte Variante Autoren näher zu sein und mehr über das Leben als Autor zu erfahren.
Außerdem wird dem Besucher jedes Jahr eine lange Liste an Autoren geboten, die jeden Leser zufrieden stellen sollten.


Wäre die LoveLetter Convention 2016 also ein Buch, dann bekäme sie von mir 5 von 5 Bücherherzen!

(Weiter unten findet ihr noch weitere Eindrücke. Durch Anklicken erscheint eine Galerieoptik.)












Nalini Singh

 
Estelle Maskame




























































1 Kommentar:

  1. Huhu,

    wow, das ist ein schöner Bericht! :) Wenn es nicht so weit wäre, würde ich glaub ich, echt hinfahren :D :D


    Liebe Grüße
    Mii von Mii's Bücherwelt

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