Die etwas andere Protagonistin - Der Kuss der Lüge

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Im Alter von 17 Jahren soll die älteste Tochter einer Königsfamilie an einen ihr unbekannten Prinzen verheiratet werden. Doch Lia gibt sich nicht geschlagen und nimmt stattdessen ihr Schicksal in eigene Hände und verlässt das Königreich. Als Schankmädchen verdient die Prinzessin in einer Taverne ihr Geld und lernt dort zwei Männer kennen, die ihre Aufmerksamkeit erregen.
Dabei weiß die Prinzessin allerdings nicht, wer diese beiden Männer wirklich sind. Denn einer wurde dazu beauftragt die Königtochter zu töten, während der andere der Prinz ist, den sie heiraten sollte...


»Maybe there was no one way to define it. Maybe there were as many shades of love as the blues of the sky.« - Kiss of Deception


„Der Kuss der Lüge“ ist ein toller Auftakt einer Reihe, die im März mit dem vierten Band beendet wurde. Schon das Äußere überzeugt mit einer tollen Aufmachung: das Cover zeigt sich in einem schlichten Grün, auf dem die drei Charaktere abgebildet sind. Im inneren des Buchdeckels findet der Leser eine Karte, die das fiktive Land der drei Königreiche abbildet. Die verschiedenen Kapitel sind zudem mit Gedichten aus der fiktiven Kultur untermalt, die im Rahmen der Geschichte einen Hintergrund erzählen.





Lia von Morrighan ist die etwas andere Protagonistin, ist schon von Anfang an stürmisch und widerspricht der typischen Prinzessinenrolle. Und gerade weil sie nicht den üblischen Klischees entspricht, soll sie auf den Leser sofort sympathisch wirken - in meinem Fall hat das funktioniert.
Das Spiel der beiden anderen Charaktere und ihrer unbekannten Herkunft lässt den Leser miträtseln - wer ist Prinz und wer ist Mörder? Hier heißt es also: Partei ergreifen!
Das Mitfiebern des Lesers animiert zum weiterlesen. Denn auch, wenn aus der Sicht der beiden anderen Charaktere erzählt wird - ihre wahre Identität bleibt strikt geheim.


Der Leser wird ab Seite eins (genauer: Seite 9) in die Gebräuche und Traditionen der imaginären Welt rundum Lia geworfen. Zusammen mit dem idyllisch wirkenden Schreibstil faszinieren bereits die ersten Seiten. Dieser zieht sich in den wichtigstens Szenen durch das gesamte Buch. Doch zeigen sich hier die ersten Schwächen: Schon zu Anfang zieht sich der Inhalt in die Länge - viele der Szenen sind gefühlt künstlich verlängert worden. Auch wurde das von anderen Lesern ähnlich empfunden.


(Kleines) Fazit: „Der Kuss der Lüge“ überzeugt nicht nur mit seiner Aufmachung, sondern auch mit seinen etwas anderen Protagonisten, die etwas aus der Reihe fallen. Und auch wenn sich das Buch mit seinen 559 Seiten insbesondere am Anfang zieht, hat es auf lange Sicht doch sehr überzeugt.
Also definitiv empfehlenswert!





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